hongkong hat ’ne zweite chance verdient, aber erst morgen, bis dahin rege ich mich einfach noch ein bisschen auf, was sicherlich damit zu tun hat, dass ich einfach nur fertig bin.

dabei verabschiedete sich vancouver heute/gestern (alles nicht so einfach mit diesen zeitzonen und dem überfliegen der datumsgrenze) von seiner besten seite. das wetter war super, die verabschiedung am frühen morgen mit karen herzlich und der kaffee kurz vor dem transfer mit den öffentlichen verkehrsmitteln zum flughafen lecker. mehrfach verliebte ich mich dabei, nicht in den kaffee sondern in einige durchaus tageslichttagliche damen, die kleidungstechnisch gerade aus dem bett gekommen waren und schnell ihren kaffee holten. ein grund mehr, nochmal nach vancouver zu kommen.

am flughafen verlief alles easy, ich konnte noch ein bisschen arbeiten (fotos sortieren und so) und um 13:50 uhr ging der flieger nach hongkong los. ich wunderte mich schon über das relativ leere gate und dieser eindruck bestätigte sich dann auch im flieger. dieser war vielleicht zur hälfte besetzt. ich freute mich schon, eine dreier-sitzreihe für mich alleine zu haben und überlegte mir im geiste die optimale ausrichtung der drei kissen, bis nach dem erlöschen der anschnallzeichen dann eine junge chinesin kam und fragte, ob sie am fenster sitzen könne … business-feeling ade, aber ich bin ja kein unmensch. :-)

der flug dauerte dann insgesamt fast 13 3/4 stunden, da wir noch ein wenig über hongkong kreisten. am boden angekommen sah man schon, wie schwül es war und immer noch ist: total diesig, nass und bewölkt. an der immigration begrüssten mich herr wong und herr lee – wahrscheinlich heissen ein paar mehr leute hier so. schliesslich organisierte ich mir eine octopuscard und fuhr mit dem shuttlezug nach hongkong rein. bis dahin lief alles noch einigermassen. doch wehe, man verlässt das touristenerprobte terrain. eigentlich hätte ich nur zu einer u-bahn laufen und noch nochmal in eine andere u-bahn linie umsteigen müssen. zur u-bahn ging es aber nur mit einem bus-shuttleservice. aus dem klimatisierten gebäude heraus, haute die schwüle wie ein hammer auf mich ein. bepackt mit einer grossen, einer kleinen und einer umhängetasche fuhren wir dann in einem mini-busshuttle durch das bereits dunkle hongkong. überall waren baustellen, es regnete und zehn minuten später setzte uns der bus irgendwo in der vermeindlichen nähe der u-bahn station ab. diese erreichte ich dann nach weiteren drei minuten fussweg und mit dem gepäck ging es zum ersten mal unzählige stufen nach unten. es sollte nicht das letzte mal sein. irgendwie läuft hier alles auch viel lauter und rücksichtloser ab, menschen drängen und es riecht.

letztendlich kam ich an der u-bahnstation an meinem hotel an und war laut tripadvisor noch 600 fuss vom hotel entfernt. nach wiederum unzähligen stufen umkreiste ich einmal die ubahn-station und es gab keinen fussgängerüberweg, da es sich um eine recht grosse strasse handelte. dankenswerterweise half mir ein junger mann, den ich ansprach, und erklärte mir, dass ich eine brücke zu einem kongresszentrum nehmen müsse und dieses direkt wieder verlassen solle. da um die ecke wäre dann auch das hotel.

gesagt – getan … treppen ohne ende, letztendlich hatte ich es dann geschafft. der empfang im hotel war super, mir wurde unten direkt das gepäck abgenommen und ich wurde in den 35. stock gebracht, in dem sich die rezeption befindet. alles sehr stylisch – alles sehr chic. am zimmer angekommen war auch schon der gepäckmeister mit meinen sachen da. das zimmer ist richtig gross und sehr durchgestylt, ein ipad steht für alle möglichen dinge bereit. das habe ich dann auch gleich zum in-room dining genutzt, aber nach 45 minuten waren nochmal rückgefragt, wie es denn mit meiner bestellung aussähe. die habe ich jetzt nochmal telefonisch aufgegeben … manchmal muss man eben auf die traditionellen wege zurückgreifen.

ab morgen geht die stadterkundung los und angesichts des klimas sowie des vorausgesagten regens wird das wohl nicht so ganz der riesenspass werden. ich lasse mich darauf ein und (hoffentlich positiv) überraschen. trotzdem denke ich gerade darüber nach, den flug am sonntag vorzuverlegen. auch wenn es die neue lufthansa boeing 787 ist, mit der ich fliegen werde, der flug geht erst um 23 uhr und die vorstellung, batschnassgeschwitzt in den flieger zu steigen, weil ich den ganzen tag noch unterwegs war, macht mir gerade ein ungutes gefühl … da müssen wir noch etwas optimieren.

jetzt heisst es erstmal aufs asiatische essen warten und dann die minibar plündern, in der die dort enthaltenen sachen für umme zur verfügung stehen und sogar jeden tag aufgefüllt werden. und gute nacht!