cynetart-festival @ dresden

date 29.11.2009 um 14:35 uhr | comments keine kommentare »  
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der gestrige tagesausflug mit ma man müh ging nach dresden. entspannt um 10:00 uhr gestartet, erreichten wir mittags das sehr geschäftige und offensichtlich von mit weihnachtseinkäufen beschäftigten einheimischen überfüllten elbflorenz. nach einem kurzen update an den einschlägigen sightseeing-punkten in der altstadt besuchten wir die staatlichen kunstsammlungen dresden mit der erkenntnis, dass wir mit dem 10 eur teuren ticket keinen eintritt in das grüne gewölbe erhielten – offensichtlich gibt es ein limitiertes kartenkontingent pro tag. die übrigen inhalte des museums waren – sagen wir – ganz nett. goldschmiedekunst ist jetzt nicht mein absolutes lieblingsanschauungsobjekt, doch das ein oder andere beeindruckende werk war durchaus mit dabei. im dritten stock zumindest schlug mit der sonderausstellung kami. silence – actionmein japanophiles herz höher.

nach soviel kunst musste auch dem kulinarischen aspekt aufmerksam entgegengebracht werden und so gab es im anschluss erst einmal – rentnerausflugsmässig – ein stück kuchen … in dresden natürliche eierschegge. so gestärkt flohen wir dann aus der innenstadt, die wohl aufgrund des weihnachtsstriezelmarktes mit insbesondere bi- und multicolorhaargefärbten menschen weiterhin recht voll war. nach einem kurzen schlenker vorbei an der gläsernen manufaktur erreichten wir das festspielhaus hellerau, in dem das cynetart festivalzur zeit noch stattfindet. in diesem mit ostalgischen erinnerungen gespickten und an einen kasernenhof erinnernden gelände und gebäude beeindruckten an diesem samstag abend besonders jene video-/computerkunst-installationen:

  • die mindbox unter anderem von roberto zappala war eine interaktiv über eine slotmachine gesteuerte videoinstallation, bei der der “spieler” die drei video-performances des künstlers durch knopfdruck beeinflussen konnte.
  • das spiel an der zenstation von jannis urle kilian kreft gegen müh verlor ich haushoch. über den herzschlag – ermittelt durch einen clip am kleinen finger – wurde eine linie gesteuert und aufgrund des sauerstoffgehaltes im blut “bomben” geschossen, deren aufgabe es war, die linie vom eigenen “home” wegzuschieben. da müh eben einen viel höheren coolnessfaktor und damit ruhepuls hatte, verschob sich die linie relativ schnell in meine richtung. kreft erklärte während eines spiels die wirkungsweise und verdeutlichte, dass dies wohl eines der wenigen computerspiele ist, dass durch ruhe gewonnen wird … wirklich beeindruckend.
  • im grossen raum des festspielhauses lud ein dj zum automatic clubbing ein. dabei wurden auf den boden geometrische formen projiziert, die sich dann auch noch bewegten. die lauf-koordination fiel recht schwer und man fühlte sich, als würde man auf einem schwankenden schiff laufen.

alles in allem war das mal wieder eine gelungene november-samstags-bereicherung. fotos gibt es hier.


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