das mautmodell, das keines ist
18.11.2009 um 12:55 uhr |
2 kommentare »
gedanken |
autofahren, politisches, ressource spiegel
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unsere nordwestlichen – durch käseproduktion, tulpenplantagen und 80 km/h fahrendes verkehrsbehinderndes autobahnärgernis bekannten – nachbarn haben ein modell entwickelt, wie künftig eine mautgebühr erhoben werden könnte. in deutschland wird ebenfalls darüber nachgedacht, das modell zu adaptieren.
dabei wird jedem fahrzeug ein gps-sender bereitgestellt, auf dessen daten eine kilometerbasierte maut errechnet wird. grundsätzlich ist ein solches verursachungsprinzip zu begrüssen und zudem ist es frei skalierbar, nämlich dahingehend, dass sich der verkehr aufgrund unterschiedlicher bepreisungen von bestimmten strecken oder tageszeiten beeinflussen lässt, auch wenn dies dem flat-rate-modell in vielen anderen branchen (telekommunikationsanbieter oder partyveranstalter :-)) entgegensteht.
in diesem mautmodell mache ich aber zwei entscheidende schwachpunkte aus:
1. hat der aus andorra durch deutschland nach polen fahrende verkehrsteilnehmer dann ein an der deutschen grenze leihweise bereitgestelltes gps-gerät an bord, das er bei verlassen von deutschland samt der online ausgerechneten mautgebühr wieder zurückgibt? wird es demnach künftig wieder lange schlangen vorwiegend ausländischer fahrzeuge an deutschlands grenzen geben?
2. hat irgend jemand mal nachgedacht, was mit den ganzen bewegungsdaten passiert? ich bin ja kein meine-daten-sind-mir-hardcore-datenschutznerd, mir ist relativ wurst, ob jemand aufgrund meiner kreditkartenzahlungen und deren plausibilisierung bei der autorisierungsanfrage weiss, wo ich vor acht stunden das letzte mal war … aber ALLE daten, wann ich wo mit meinem auto unterwegs war, in irgendwelchen händen zu wissen, die mit schlauen analysen interessante bewegungsprofile erstellen können, finde ich dann doch reichlich unbehaglich.



























nö nö nö schrieb am 18.11.2009 um 23:23 uhr:
Es gab da mal die Idee, auch wenn es schon Jahre her ist, jedem Auto ein BlackBox zu verpassen und jeden Kilometer in Bezug auf die StVo zu überwachen. Angedacht war – im Konzept – die Autofahrer bei der Kfz-Steuer / den Versicherungsbeiträgen zu entlasten, wenn sie bereit wären, die BlackBox im Auto installieren zu lassen.
Ich hätte sogar ohne Vergünstigungen gemacht… vielleicht würde dann endlich mal vernünftig Auto gefahren…
hagen schrieb am 20.11.2009 um 20:40 uhr:
hm. ich glaube ich habe ein 2. ich? oder sind wir seelenverwandte? Oo
genau das ging mir gerade wieder durch den kopf. ich habe ein extrem grosses problem mit der vorstellung auch nur irgendwer könnte jederzeit nachvollziehen, wann ich wo wie schnell gefahren bin.