urban entertainment in offenbeach am meer
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damien hirst ist ein freak

19.05.2012 um 11:05 uhr | von robert (admin) | abgelegt in empfehlungen , ontheroad , tagesgeschehen - (0 kommentare)

was im vergangenen november bereits als reiseform recht gut funktioniert hatte, nämlich einen tagesausflug in sachen kunst nach london, bedurfte anlässlich der damien hirst-ausstellung im tate modern einer wiederholung.

also ging es am brückentag zur frühstückszeit nach london, wo ich dank zeitumstellung eine stunde hinzugewonnen hatte. mit dem heathrow express in london angekommen, fuhr ich allerdings zunächst ins victoria and albert museum. glücklicherweise hatte ich beim umzug auch meine oyster-card wiedergefunden, was das reisen mit den öffentlichen verkehrsmitteln in london deutlich vereinfachte.

im v&a läuft zur zeit die ausstellung british design 1948-2012 – ein eldorado für designinteressierte, die an den dingen den typisch britischen touch entdecken wollen. zu beginn der ausstellung waren da die neuen britischen strassenzeichen, die in der zeit zwischen 1957 und 1967 entwickelt und eingeführt wurden, ich persönlich finde die schriftart darauf ja sehr britisch. :-) input containers (tischbehälter) von coran associates aus dem jahr 1974, die auch schon damals bei habitat zu kaufen waren, zeigten den damaligen intensiven einsatz von plastik. ein cabinet von max clendinning aus dem jahr 1965 und bilder wie jean shrimpton (1965) von terry o’neill (ich habe mich in dieses bild verliebt!) oder twiggy (1967) von ronald traeger gaben gute einblicke in die 60er jahre. über david bowie und die punkzeit landete ich designtechnisch in den 90er jahren, bemerkenswert dort eine recht organisch geformte lampe von tom dixon mit dem namen jack lights (1996). zwischendrin erhielt ich schon einen vorgeschmack auf damien hirst, dessen pharmacy restaurant (1998-2003), das er als teil der young british artists gemeinsam entwickelte, dort ausgestellt war. besonders bemerkenswert war dabei die tapete des restaurants. ebenfalls sehr interessant waren desweiteren led videodress (2007) von hussein chalayan oder aber falling light for swarovski crystal palace (2010) von troika, einer lichtinstallation, bei der das licht, welches auf den boden projiziiert wurde, wie ins wasser fallende regentropfen aussah.

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led videodress (2007) von hussein chalayan | quelle: youtube

mit diesen eindrücken lief ich ein wenig durch london, landete vorbei an der royal albert hall im hyde park, fuhr bis westminster und machte kurz halt an den typischen touristationen und lief dann entlang der thames embankment zum tate modern museum. das war ganz ohne karte, dafür aber mit dem iphone im augmented reality-modus mit der junaio-app, ganz easy.

der andrang dort war recht gross und die schlange am ticketcounter beachtlich. mal wieder konnte ich dank db art card für umme in die ausstellung. da ich schon mal da war, schaute ich gleich auch noch in die ausstellung yayoi kusama rein, die mich bis auf zwei werke neuerer zeit aber nicht so ansprach. flame (1992) erinnerte mich ein wenig an herumschwirrende spermien, gefiel mir aber – und mein persönliches highlight war infinity mirror room, ein dunkler spiegelraum, in dem unzählige led-lichter hingen und eine ganz besondere atmosphäre entstehen liessen.

dann aber liess ich mich auf die welt und werke von damien hirst ein. eines vorneweg: der typ ist ein freak! zu beginn der ausstellung wurde man von einem ca. 5x2x2 meter grossen glaskubus empfangen, in dem sich eine menge lebender aber auch toter fliegen versammelten. dies lag insbesondere daran, dass in diesem glaskubus ein vor sich hinfaulender kuhkopf lag [a thousand years (1990)]. ein weiteres highlight war sicherlich ein raum, in dem sich lebende schmetterlinge befanden, die lustig inmitten der pflanzen und aufgestellten früchte umherflogen [in and out of love (1991)]. dazwischen bewegte man sich zwischen einer menge bilder mit bunten punkten, überdimensionierte setzkasten mit arzneimitteln, operationsinstrumenten oder zigarettenstummeln sowie den bekannten formaldehyd-containern mit tieren wie dem grossen hai, einem schaf, einer taube oder der in der mitte geteilten kuh und dem kalb. das alles war schon ziemlich abgefahren und faszinierend. mich hat die ausstellung auf jeden fall ziemlich geflasht.

nach einem kurzen ausflug über den borough market mit einem obligatorischen kaffee bei monmouth, den ich dann dank fehlender mülleimer in london tatsächlich bis zum flughafen in der hand hatte, wo er ein ende auf der abstellfläche in der flughafentoilette fand, ging es nach einem erfüllten tag und vielen eindrücken wieder zurück nach offenbach – während des fluges vertieft in das buch “drive – the surprising truth about what motivates us” von daniel h. pink, welches sehr gute einblicke in eine neue form des arbeitens gibt. ich liebe solche tage!


damien hirst @ tate modern – weitere bilder gibt es hier.

snail mail spam von der deutschen post

14.05.2012 um 21:41 uhr | von robert (admin) | abgelegt in tagesgeschehen - (2 kommentare)

vor einiger zeit beauftragte ich die deutsche post ag wegen meines umzuges mit einem nachsendeantrag – ein service, für den ich qua laufzeit 25,20 euro bezahlt habe. zum dank für diesen auftrag habe ich heute per haptischer post von der deutsche post ag ein ganz tolles “einzugsgeschenk” erhalten. in diesem umschlag befanden sich:

  • ausgabe 01/2012 des magazins “neues zuhause”
  • ein werbeflyer der firma unitymedia
  • ein werbeflyer der firma vistaprint
  • eine werbebroschüre der firma yves rocher
  • ein heft mit gutscheinen für die firmen toom baumarkt, obi, ing diba, max bahr, ils und poster xxl … #werbung
  • ein heft mit adress- und namensaufklebern sowie postkarten für probeabos von offenbach-post, süddeutscher zeitung und handelsblat … #werbung

verehrte deutsche post ag: ich wüsste nicht, dass ich mein einverständnis erteilt hätte, mit dem nachsendeantrag mit papierhaftem werbemüll zugeworfen zu werden. das ist neben dem ökologischen aspekt auch eine auf mich sehr merkwürdig wirkende geschäftspraxis, wie sie mit dem umstand umgehen, dass sie kenntnis über meine adressänderung erlangt haben. sofern ich – trotz widerspruch der weitergabe meiner adressdaten – in den nächsten tagen werbemüll von anderen firmen erhalte, weiss ich ja, an wen ich mich wenden kann. ihre sendung geht 1:1 ins altpapier und leistet einen wertvollen beitrag für hoffentlich lesenswertere druckerzeugnisse.


S.P.A.M. – klicken zum vergrößern

weinwochenende an der saar

13.05.2012 um 17:30 uhr | von robert (admin) | abgelegt in gedanken , ontheroad , tagesgeschehen - (0 kommentare)

saarland oder rheinland-pfalz – das ist hier die frage. am wochenende waren wir grenzgänger, schlugen unser lager in orscholz auf und machten am ersten abend zunächst die dorfkneipe unsicher. die getränkepreise waren diesseits von böse für die gehirnzellen und das ambiente und die menschen waren entsprechend der vorurteile, die man hat, wenn man in ein dorf kommt.

nach einem frühstück in der günstigen aber sehr netten pension – auf dem land hat man noch plaaaaatz – liefen wir zur saarschleife und schauten uns dieses durchaus beeindruckende werk von mutter natur ausführlich an. weiter ging es auf das weingut dr. siemens, wo von ein wenig weinkunde begleitet sehr leckere rieslinge verköstigen durften und im anschluß gelegenheit hatten, den kofferraum mit neuen rieslingen zu füllen. das auto blieb natürlich stehen und weiter ging es nach mettlach, wo wir in der innenstadt ein wenig umherstreunten. der weg dorthin mit der bahn wurde jedoch etwas verzögert: wir verpassten den zug um quasi eine minute und mussten dann eine stunde auf den nächsten zug warten – ein grund mehr, das eher urbane leben zu leben. neben dem werk von villeroy&boch scheint in mettlach das eldorado der outlet-shops zu sein, jedoch machten wir davon wenig gebrauch. in orscholz zurück (taxi sei dank) verfolgten wir in einer der drei pizzerien das pokalspiel – sehr zu unserer und sehr wenig zu normis freude. und allen gemein war die erstauntheit über einen ortsansässigen, dessen redseeligkeit und entertainmentqualitäten das gütesiegel “nervensäge” verdient hatte. der lapidare kommentar des obers, als wir als letzte dann zahlten, brachte es etwas beschönigend auf den punkt: “manchmal redet er etwas viel.”. in der dorfkneipe, die wir am abend zuvor bereits ausprobiert hatten, kehrten wir zu einem absacker noch einmal ein und trafen natürlich die gleichen personen wie am vorabend – kein problem für uns, die kaltgetränke schmeckten genauso gut wie am vorabend. :-)

nach einem netten frühstück fuhren wir noch einmal nach merzig, was uns jetzt horizonterweiterungstechnisch allerdings nicht wirklich weiter brachte. alles in allem war dies mal wieder ein wunderschönes wochenende in einer spannenden gegend von deutschland. man muss deutschland einfach viel intensiver bereisen!


die saarschleife [iphone mit instagram]


das weingut dr. siemens [iphone mit instagram]

weitere bilder gibt es hier.

es wurde höchste zeit: nachdem mein weisser (!) blackberry über die vergangenen beiden jahre viel hohn und spott aushalten musste, obwohl er stets treue dienste leistete, war nun nach vertragsverlängerung der zeitpunkt gekommen, um eine neue phase der endgeräte und damit volle kompatibilität zum sonstigen equipment einzuläuten und herzustellen. ich höre schon die unkenrufe: “oh goooott, ein iphone, hat jeder, überwacht dich, lalala …”. doch bereits nach den ersten zehn minuten der bedienung kann ich – im direkten vergleich mit dem blackberry – mir bewusst die frage stellen: wie habe ich ein leben ohne iphone vorher nur führen können.

vorausgeschickt sei, dass der service von vodafone mal wieder exzellent war: bei der vorzeitigen vertragsverlängerung wurde aus kulanz auf ein wieauchimmergeartetes entgelt verzichtet, die micro-sim-karte war bereits am nächsten tag und das handy am übernächsten tag da. womit sie allerdings noch üben müssen, bzw. auch hier eine logistikdienstleister-übergeordnete regelung gefunden werden sollte: der versand an die packstation durch andere unternehmen als dhl funktioniert leider nicht.

nach aktivierung der sim-karte per einfachem anruf und etwas batterieleben im iphone konnte der spass schon beginnen. das einrichten dauerte wenige minuten und dank icloud waren sowohl termine als auch kontakte unmittelbar auf dem iphone. die ersten wichtigsten applikationen konnte ich auch mühelos herunterladen, was nach vorheriger kinderleichter einwahl ins wlan umso schneller ging. auch die bedienung der einzelnen applikationen erscheint so viel einfacher als auch dem blackberry – insbesondere bei foursquare ist mir das gerade in puncto schnelligkeit direkt aufgefallen.

das iphone ist mehr als nur ein smartphone, es ist ein überlebensgadget im urbanen leben und ich werde jetzt auf die suche gehen nach den entsprechend notwendigen applikationen. download bis jetzt: foursquare, twitter, instagram, deutsche bank-app, facebook, whatsapp, producteev, lufthansa-app. was brauche ich noch unbedingt? eine(n) qr-code-reader/augmented reality-app sowie eine app für das sichere speichern von pins und codes werde ich mir noch suchen.

und weil es ja doch ein stück weit ein lifestyle-produkt ist, hat das gute stück nun auch schon eine entsprechende hülle. ich bin seelig.

ich bin auf eure app-vorschläge gespannt!


“jungfräulich”


“angezogen”

mein erstes mal: re:publica

02.05.2012 um 22:05 uhr | von robert (admin) | abgelegt in gedanken , tagesgeschehen - (0 kommentare)

welcome to the world of nerds – so das recht plakative vorurteil von vielen, wenn sie an die re:publica denken, sofern sie überhaupt davon gehört haben. dazu passend natürlich auch berlin – the european place to be für freelancer, internetaktivisten und menschen mit schräggekämmten haaren.

vielleicht war alles aber doch an diesem ersten tag ein bisschen anders: dank sponsorship durch meinen arbeitgeber und sehr frühes aufstehen meinerseits landete ich pünktlich und vermutlich zum letzten mal um 7:10 uhr in berlin-tegel. nach check-in im hotel und treffen zum frühstück ging es auf die re:publica – viele menschen beim check-in, dank fast lane funktionierte das, wie auch alles andere hinsichtlich der veranstaltungsorganisation (mal abgesehen vom w-lan, aber das scheint bei der veranstaltung mittlerweile usus zu sein) sehr smooth.

nach einer sehr frischen eröffnungsrede von den vier organisatoren auf der stage 1 der station berlin, einer sehr gut geeigneten location für dieses veranstaltungsformat, steuerte ich zielgerichtet auf die von mir ausgewählten vorträge, deren schwerpunkt in open innovation lagen. den unzähligen twitternachrichten zur folge machte ich dabei den fehler, nicht die keynote von eben moglen zu hören, der ganz phantastisch gewesen sein muss. gleiches passierte mir mit cindy gallop (zitat: “learning about sex from porn is like learning todrive from watching the fast and the furious.”). die vorträge zum thema open innovation waren bisweilen leider sehr theoretisch, es waren nur wenige praxisbeispiele hinsichtlich der ergebnisse oder auch der methoden zu hören. auch die funktionsweisen der motivation und einbindung von menschen in einen innovationsprozess – auch aus einer business-sicht – waren nicht gegenstand der vorträge.

nichts desto trotz hat sich dieser tag gelohnt. der einblick – und zwar nicht nur ein oberflächlicher sondern durchaus etwas fundiertere – in die ‘crowd’, die selbst aktiv ist beim fundamentalen wandel in sachen kommunikation, war von unschätzbarem wert. dabei ging es weniger um die champions-league der 2.0-meinungsmacher wie sascha lobo, johnny häusler, lars hinrichs oder katharina borchert, die auch alle da waren, nein, es war die gesamte meme einer generation, die teil des wandels ist.

dieser wandel ist in den etablierten unternehmen noch nicht angekommen. hand aufs herz – wer nimmt einen verhandlungspartner ernst, der in t-shirt und sneakern zum gespräch kommt (eigene kurzerhebung beim rauchen – im übrigen mal wieder networking-fördernd: 8 ‘normale’ schuhpaare vs. 16 sneaker-modelle). und genau darin liegt die arroganz und das miss-verstehen der old economy, sie sehen die welt in ihren augen und vorurteilen dadurch viel zu früh, ohne auf den ‘content’ einzugehen. daher tun sich etablierte unternehmen auch so schwer mit den wirkungsweisen von social media und innovation. dollars als einzige antriebsfeder, sei es gegenüber aktionären, kunden oder aber auch mitarbeitern ist leider 1.0. die motivation, dinge zu tun, ist tiefer begründet und lässt sich nicht auf nur den monetären reiz reduzieren. das gilt auch für kunden, deren entscheidungsparameter zu gunsten einer dienstleistung oder eines produktes mittlerweile vielschichtiger geworden sind – nicht nur preis und/oder menge sondern auch zugang, convenience und erfüllung von anforderungen ethischer natur spielen eine wesentliche rolle. erst, wenn die old economy das versteht und damit in den aktiven dialog mit kunden eintritt, sich in diesem wandel von kunden begleiten lässt, ist der fortbestand des unternehmens gewährleistet. too big to fail ist nicht das kriterium, auch elefanten können verhungern.

alleine für das wahrnehmen dieses neuen zeitgeistes hat sich der besuch schon gelohnt, der mich darin bestärkt, mein unternehmen zumindest ein stück weit auf diese veränderung einzustimmen (ich habe gerade das bild des griechischen helden vor augen, der verzweifelt versucht, die große kugel den berg hochzurollen). :-)

morgen werde ich noch einmal ganz praktisch in die welt der #rp12 eintauchen und praxiswissen zum thema kundenservice mittels so social media abtanken. auch hier tun sich etablierte unternehmen extrem schwer, dabei wäre es doch so einfach – wenn man den mut hätte, auch mal scheitern und nachbessern zu dürfen.

die ultimative erkenntnis, auf der re:publica zu sein, stellt sich allerdings erst dann ein, wenn lokationsbasierte geräusche auf ebenselbem lokus nur durch den standard-benachrichtigungston des iphones unterbrochen werden /fäkalienmodus-off/. :-)